Wie es ist, eine Lesbe mitten im Patriarchat zu werden

Dr. Renate Klein und Julia Beck: Zwei Generationen im Gespräch über frauenliebende Frauen in Theorie und Praxis

Renate Klein liest zuerst aus ihrem Artikel «Der beste Tag meines Lebens: Lesbisch werden mit 33», neu veröffentlicht im soeben erschienenen Buch von Angela Wild (Ed.): «I wish I was a Lesbian: Women’s Lives Beyond Heterosexuality», Spinifex Press 2026. Anschliessend liest Julia Beck ihren Text zu «Heterosexualität: Ein lesbisch-feministischer Ansatz» – und von dieser fundierten und spannenden Basis aus geht es weiter ins weiterführende generationenübergreifende Gespräch darüber, wie es ist, in dieser Welt eine Lesbe zu werden und zu sein.

Julia Beck

ist eine lesbische Feministin/feministische Lesbe aus den USA, die 2020 wegen einer liebevollen deutschen Frau nach Deutschland gezogen ist. Zuvor produzierte sie Sendungen für Women’s Liberation Radio News (WLRN), engagierte sich in der Women’s Liberation Front (WoLF) und organisierte an der Ostküste verschiedene Kampagnen für Frauenrechte sowie «women only»-Veranstaltungen. Heute hilft sie bei der Organisation lesbischer und radikalfeministischer Ereignisse in Berlin und beschäftigt sich gerne mit lesbisch-feministischer Theorie, zum Beispiel Adrienne Richs These der Zwangsheterosexualität.

Dr. Renate KLein

ist eine schweizerisch-australische Biologin und Sozialwissenschafterin. Seit mehr als 30 Jahren hat sie kritisch über Fortpflanzungstechnologien inklusive Mietmutterschaft geschrieben. Sie war Professorin für Frauenstudien an der Deakin-Universität in Melbourne und ist Mitgründerin von FINRRAGE (Feminist International Network of Resistance to Reproductive and Genetic Engineering). 1978, im Alter von 33 Jahren, verliebte sie sich Hals über Kopf in eine Frau und ist seitdem eine stolze Lesbe und fast 40 glückliche Jahre zusammen mit ihrer Lebenspartnerin Susan Hawthorne, mit der sie 1991 Spinifex Press gründete. Ihr 20. Buch ist «Radical Reckoning: Survival in Patriarchy» (2025), siehe https://www.spinifexpress.com.au/renateklein

Susanne Bischoff

Jahrgang 1954, Dipl.-Sportlehrerin, Sport- und Bewegungstherapeutin Psychiatrie/Psychosomatik/Sucht, Taiji-/Qigonglehrerin, Traumaberaterin, Kreistanzlehrerin, Labyrinthbauerin, WenDo-Trainerin. Beruflich prägend war neben den alternativen und feministischen Ansätzen besonders die Arbeit mit Menschen mit geistigen Behinderungen, in der Onkologie und in der DR Kongo. Mitgründerin der Feministischen Sport- und Bewegungskultur ab 1982. In der Lesbenbewegung seit 1981 involviert. Als Rentnerin freiberuflich weiter tätig u.a. als WenDo-Trainerin und Autorin. Eine der ehrenamtlichen Vorständinnen der Graugänse e.V.

Zur Teilnahme: Women only und mit Anmeldung. Der Zoom-Link wird kurz vor dem 7. Juni verschickt.
Die Veranstaltung ist kostenlos, Spenden auf das Vereinskonto sind sehr willkommen und werden für weitere Veranstaltungen verwendet.