FrauenLesbenBuchGeschichte

FrauenLesbenBuchGeschichte – ist die lesbisch-feministische Forschung, Politik, Kultur, Geschichte ab 1970 schon wieder verloren gegangen?

Diskussion mit Ahima Beerlage, Doris Hermanns und llona Bubeck, Moderation Susanne Bischoff

Ab den 1970er-Jahren entstand in der BRD eine reiche feministische FrauenLesbenBuch-, Verlags- und Buchladenkultur mit vielen persönlichen Einsätzen unter oft widrigen finanziellen Umständen. Vieles von dieser lesbisch-feministischen Forschung, Politik, Kultur und Geschichte scheint heutzutage kaum noch bewusst zu sein oder gibt es nicht mehr. Weltweit gibt es nur noch einen einzigen autonomen feministischen Verlag, Spinifex Press in Australien – was ist in diesen 50 Jahren passiert?

Die drei Referentinnen geben erst einen Ein- und Rückblick in diese Geschichte und beschäftigen sich anschließend mit den Fragen: Wo sind die Nachfolgerinnen? Wo ist die Literatur ab 1970 geblieben, wo sind die Lesbenverlage, die Lesbenkultur?

Ziel ist u.a. auch, eine neue Sichtbarkeit, Präsenz zu schaffen und dadurch jüngere FrauenLesben neugierig zu machen und zu informieren: Was gab es alles, was gibt es noch? Was bedeutet der Verlust von FrauenLesbenBuchläden, wenn der Zugang zu so einem wichtigen Teil der Frauen- und Lesbenszene fehlt? Welche Möglichkeiten haben wir, dies zu ändern?

Ahima Beerlage

Geboren 1960. Sie hat Germanistik, Kunstgeschichte und Politikwissenschaften studiert und als Autorin, Radiomoderatorin, Galeriemanagerin, Content-Managerin, Kulturmanagerin, Bühnenmoderatorin, Showregisseurin und Storylinerin bei einer Fernsehserie gearbeitet. Ehrenamtlich für die Frauenbewegung hat sie mindestens ebenso viel gewirkt. Seit einigen Jahren ist sie Frührentnerin und arbeitet als Autorin. 30 Jahre hat sie in Berlin gelebt, seit einiger Zeit lebt sie in Bad Kreuznach, wo sie sich gerade zur Prädikantin in der evangelischen Kirche ausbilden lässt. Ihre ersten drei Bücher hat sie im Verlag Krug & Schadenberg veröffentlicht. Nach dem Ende des Verlags erscheinen ihre Bücher demnächst als E-Books im Querverlag.

Doris Hermanns

Geboren 1961. Autorin und Übersetzerin, lesbisch-feministisch seit ihrer Schulzeit. Sie hat bis 2015 in den Niederlanden gelebt, wo sie als Antiquarin tätig war; seither lebt sie in Berlin. Neben ihrer Arbeit als Redakteurin der Virginia Frauenbuchkritik und des Online-Magazins AVIVA-Berlin.de liegt ihr Schwerpunkt auf Biografien von Frauen (u. a. Christa Winsloe) – zahlreiche von ihr verfasste Porträts sind auf www.fembio.org zu finden. Im März 2025 erschien ihr Buch Sand im patriarchalen Getriebe. Zur Geschichte der Frauen-Buch-Bewegung.

Ilona Bubeck

Geboren 1951. Dipl. Sozialpädagogin, seit den 1970er-Jahren feministische Aktivistin. 1979 Mitgründerin des Frauenbuchladens Nürnberg , später in Berlin Mitarbeit im Orlanda Frauenverlag und 1995 Mitgründerin des Querverlags und bis Dezember 2023 da tätig. Teilzeitrentnerin und Koordinatorin eines interkulturellen Begegnungsorts und u.a. aktiv im Regenbogencafé in Falkensee.

Susanne Bischoff

Jahrgang 1954, Dipl.-Sportlehrerin, Sport- und Bewegungstherapeutin Psychiatrie/Psychosomatik/Sucht, Taiji-/Qigonglehrerin, Traumaberaterin, Kreistanzlehrerin, Labyrinthbauerin, WenDo-Trainerin. Beruflich prägend war neben den alternativen und feministischen Ansätzen besonders die Arbeit mit Menschen mit geistigen Behinderungen, in der Onkologie und in der DR Kongo. Mitgründerin der Feministischen Sport- und Bewegungskultur ab 1982. In der Lesbenbewegung seit 1981 involviert. Als Rentnerin freiberuflich weiter tätig u.a. als WenDo-Trainerin und Autorin. Eine der ehrenamtlichen Vorständinnen der Graugänse e.V.

Zur Teilnahme: Women only und mit Anmeldung. Der Zoom-Link wird kurz vor dem 27. März verschickt.
Die Veranstaltung ist kostenlos, Spenden auf das Vereinskonto sind sehr willkommen und werden für weitere Veranstaltungen verwendet.